Rechte der Natur
Haben Flüsse Rechte? Was auf den ersten Blick wie eine poetische oder philosophische Frage klingt, ist längst zu einem ernsthaften rechtlichen und gesellschaftlichen Thema geworden. Weltweit wird darüber diskutiert, ob die Natur selbst – Flüsse, Berge, Wälder – als Rechtssubjekt anerkannt werden sollte. Statt nur als Ressource betrachtet zu werden, rückt sie zunehmend als eigenständiges Gegenüber in den Fokus des Rechts.
Rechte für Flüsse, Berge und Wälder
Eine neue Perspektive für den Naturschutz?
Immer öfter werden der Natur eigene Rechte zugesprochen. Naturrechte helfen vor allem gefährdeten Ökosystemen, sich gegen schädliche Wirtschaftsinteressen zu verteidigen. Seit ihrer Einführung in die ecuadorianische Verfassung im Jahre 2008 wurden Rechte der Natur unter anderem in Bolivien, Indien, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Neuseeland und den USA eingeführt. Zuletzt in Spanien zum Schutz einer Salzwasserlagune. Dieses Buch zeigt, wie die Idee der Naturrechte entstand, wie sie immer mehr an Fahrt aufnahm und wie sie uns künftig helfen kann, die Natur und gefährdete Ökosysteme zu schützen.
(Quelle: buch.ch)
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Die Natur im Recht
Vision einer ökologischen Rechtsordnung
Unsere Rechtsordnung behandelt die Natur wie eine Ansammlung von Gegenständen, die der Mensch nach Belieben gestalten und gebrauchen kann. Aber die Natur ist ein lebendiges System. Wir sind aus der Natur hervorgegangen und stehen mit ihr in einer dynamischen Beziehung. Dies sollte sich auch im Recht widerspiegeln. Für eine gemeinsame Zukunft von menschlichen Gesellschaften und allen anderen Lebensformen auf der Erde müssen wir daher einen Perspektivwechsel schaffen: hin zu einem Rechtssystem, das die Natur nicht nur als Ressource, sondern wegen ihres Eigenwertes als Rechtssubjekt betrachtet. Zentral dabei sind eigene Rechte der Natur und ein ökologisches Grundprinzip. Wie können die Eigenrechte der Natur ausgestaltet sein? In welchem Verhältnis stehen sie zu menschlichen Grundrechten, und welche Auswirkungen hätte eine solche Rechtsgemeinschaft mit der Natur? Dieses Buch öffnet den Blick auf eine Gemeinschaft mit der Natur im Rahmen einer freiheitlichen und demokratischen Rechtsordnung.
(Quelle: buch.ch)
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Auch Flüsse sollen Rechte haben, argumentiert ein Bestsellerautor
Zunehmend wird gefordert, die Natur nicht als blosse Ressource, sondern als lebendiges Gegenüber zu betrachten – mit eigenen Rechten. Auch der britische Bestsellerautor Robert Macfarlane plädiert dafür. In seinem neuen Buch reist er von Ecuador über Südindien bis nach Québec und begegnet Flüssen, die er nicht mehr als Landschaftsobjekte, sondern als Wesen erlebt.
Interview mit Robert MacFarlane
Hören sie das ganze Interview auf srf.ch
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SRF: Ihr neues Buch trägt den provokanten Titel «Sind Flüsse Lebewesen?» Ihre Antwort darauf ist «Ja». Ernsthaft?
Robert Macfarlane: In unserer mechanistischen Weltanschauung sind Flüsse blosse Materie, die Leben in sich trägt. Aber Leben lässt sich auch anders denken – nicht als etwas, das in einem Körper wohnt, sondern als etwas, das in Beziehung entsteht. In diesem Sinn sind Flüsse lebendig, weil sie beleben. Sie schenken, erschaffen und verwandeln Leben.
(Quelle: srf.ch)
Sind Flüsse blosse Materie und Ressource für Menschen und Tiere? Keineswegs, sagt Robert Macfarlane: Sie sind eigenständige Lebewesen mit Rechten. Flüsse sollen frei von Verschmutzung fliessen – und ein gesundes, von Menschenhand ungestörtes Ökosystem entwickeln dürfen. Mit diesem radikalen Konzept nimmt uns Macfarlane in seinem neuen Buch mit auf eine globale Reise, die unser Bewusstsein verändern wird.
In fliessender Prosa führt uns der englische Schriftsteller auf drei grossen Reisen von hohen Gipfeln bis hinunter ans Meer. Zunächst blicken wir ins nördliche Ecuador, wo ein einzigartiger Nebelwald und seine Flüsse durch den Abbau von Gold bedroht sind. Auf der zweiten Reise erleben wir den verzweifelten Kampf, der in Südindien zur Rettung versehrter Flüsse, Bäche und Lagunen ausgefochten wird. Und zuletzt entdecken wir den Nordosten Quebecs, wo sich eine Flussrechte-Kampagne für den Wildfluss Mutehekau einsetzt, um den Bau eines Staudamms zu verhindern.
In seinem neuesten Buch verwebt Robert Macfarlane faszinierende Kultur- und Naturgeschichte mit literarischer Reportage und einem dringlichen Aufruf zum Handeln – und schafft dabei ein erzählerisch einzigartiges Leseerlebnis, das lange nachwirkt.
(Quelle: buch.ch)
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